Parodontitis und Parodontose beim Hund: Ein Leitfaden für besorgte Hundebesitzer

Als Team der Tierarztpraxis Nicola Barig möchten wir heute über ein wichtiges Thema sprechen, das die Zahngesundheit Ihrer geliebten Hunde betrifft: Parodontitis und Parodontose. Diese häufigen Erkrankungen können die Lebensqualität Ihres Hundes beeinträchtigen, aber mit dem richtigen Wissen und der entsprechenden Pflege können Sie dazu beitragen, die Gesundheit Ihres pelzigen Freundes zu schützen.

Was sind Paradontitis und Paradontose?

Parodontitis und Parodontose sind Zahnerkrankungen, die das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat betreffen. Parodontitis bezieht sich auf eine Entzündung des Zahnfleisches, die sich auf den Kieferknochen ausbreiten kann. Parodontose als Folgeerkrankung bezieht sich auf den fortschreitenden Verlust von Zahnhaltefasern und Kieferknochen. Beide Zustände sind ernstzunehmen und können zu Zahnverlust und sogar zu schwerwiegnden gesundheitlichen Problemen für Ihren Hund führen.

Woher bekommt mein Hund Paradontose?

Die Hauptursache für Parodontitis und Parodontose ist Plaque, die sich auf den Zähnen ansammelt und sich in Zahnstein verwandeln kann. Bakterien in der Plaque können das Zahnfleisch infizieren und Entzündungen auslösen, die sich dann auf den Zahnhalteapparat ausbreiten. Diese Bedingungen führen zu unangenehmen Zahnschmerzen und im fortgeschrittenen Verlauf nicht selten zum Zahnausfall.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Achten Sie auf folgende Anzeichen, die auf Parodontitis oder Parodontose hinweisen können:

  • Mundgeruch: Unangenehmer Mundgeruch ist oft eines der ersten Anzeichen von Zahnproblemen.
  • Zahnfleischbluten: Rotes oder blutendes Zahnfleisch während des Kauens oder Zähneputzens.
  • Zahnverlust: Lockerung oder Verlust von Zähnen.
  • Schwierigkeiten beim Fressen: Ihr Hund könnte Probleme beim Kauen oder Fressen haben.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose von Parodontitis oder Parodontose erfolgt normalerweise durch eine gründliche Untersuchung der Zähne und des Zahnfleisches. In unserer Tierarztpraxis verwenden wir moderne diagnostische Werkzeuge wie Dental-Röntgenaufnahmen, um den Grad der Erkrankung zu bestimmen.

Was ist eine mögliche Therapie?

Die Behandlung von Parodontitis oder Parodontose kann je nach Schweregrad variieren. In fortgeschrittenen Fällen können eine professionelle Zahnreinigung und Entfernung von Zahnstein notwendig sein. In einigen Fällen ist möglicherweise eine Zahnextraktion erforderlich. Die Behandlung kann auch antibiotische Therapien und spezielle Mundpflege umfassen.

Kann mein Hund normal fressen?

Ja, nach einer erfolgreichen Behandlung kann Ihr Hund in der Regel wieder normal fressen. In vielen Fällen verbessert sich das Wohlbefinden Ihres Hundes erheblich, da Schmerzen und Entzündungen gelindert werden.

Wie kann ich vorbeugen?

Die Prävention ist der beste Weg, um Parodontitis und Parodontose zu verhindern:

  • Regelmäßige Zahnpflege: Gewöhnen Sie Ihren Hund an das Zähneputzen und verwenden Sie geeignete Zahnbürsten und Zahnpasten für Hunde.
  • Gesunde Ernährung: Hochwertiges Hundefutter und Kausnacks können die Zahngesundheit unterstützen.
  • Tierarztbesuche: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen ermöglichen es Ihrem Tierarzt, Zahnprobleme frühzeitig zu erkennen.